🇬🇹 Meine Backpacking Route durch Guatemala
Fünf Wochen, sieben Orte, unzählige Erinnerungen. Meine Route durch Guatemala war alles: Dschungel, Maya-Ruinen, krasse Busfahrten, 46 Kilometer zu Fuß bis zum Lake Atitlán, ein aktiver Vulkan – und ja, auch Magen-Darm und ein geklautes Handy. In diesem Beitrag nehme ich dich mit auf meine komplette Guatemala Rundreise – von Flores über Lanquín und Xela bis nach Antigua und Guatemala City. Mit echten Erfahrungen, ehrlichen Momenten und ganz viel Herz für ein Land, das mich trotz aller Herausforderungen komplett begeistert hat.
LÄNDER
🙋🏼♀️Jenny
2/25/20268 min read
Reise: Juni / Juli 2023
Blogpost veröffentlicht: Februar 2026
Meine Guatemala Route war alles – nur nicht langweilig. Von der Einreise über Belize bis nach Guatemala City habe ich in fünf Wochen unglaublich viel erlebt: Maya-Ruinen, Dschungel, krasse Busfahrten, Sprachschule, Vulkane, Magen-Darm (leider gleich mehrfach 🫠) und eine 46-km-Wanderung durchs Land.
Hier nehme ich dich mit auf meine komplette Guatemala Rundreise – Ort für Ort.


Backpacking durch Guatemala - Route und Highlights

Du planst gerade deine Reise nach Guatemala?
Hier findest du ALLES, was du wissen musst!
1. Stop: Flores


Ich bin über Belize mit dem Bus nach Guatemala eingereist und mein erster Stopp war Flores. Allein die Einreise über Land war schon ein kleines Abenteuer für sich – aber Flores war der perfekte Start.
Ich habe im Hostal Macarena übernachtet – einfache, entspannte Atmosphäre und perfekt gelegen, um die Umgebung zu erkunden.
🌿 Highlight vor Ort: Tikal
Das absolute Highlight hier ist natürlich Tikal – eine der beeindruckendsten Maya-Stätten in ganz Mittelamerika. Mitten im Dschungel ragen die Tempel über das Blätterdach hinaus, Affen brüllen in den Bäumen, Papageien fliegen über dich hinweg – es fühlt sich fast surreal an.
Früh morgens gings los und wir haben die Maya-Stätte den ganzen Tag lang erkundet.


2. Lanquín


Die Fahrt nach Lanquín war… sagen wir es ehrlich: nichts für schwache Nerven. Die Strecke ist lang, holprig und zieht sich ewig. Die letzten Kilometer gehen über Schotterpiste durch die Berge – da merkt man, dass man mitten in Guatemala unterwegs ist. Für 10km haben wir einfach über 1,5 Stunden gebraucht! Du kannst dir die Straßenverhältnisse also vorstellen 🫠
Übernachtet habe ich im Greengo’s Hotel – wie vermutlich jeder, der hierher fährt und Semuc Champey sehen möchte :D
Kein Wunder, Semuc Champey ist genauso schön, wie es auf Instagram aussieht – vielleicht sogar noch schöner. Türkisfarbene Naturpools mitten im Dschungel, warme Sonne, tropische Atmosphäre. Der Aussichtspunkt über den Pools ist zwar echt anstrengend zu erreichen, aber absolut lohnenswert.
Vor Ort kann man dann noch an einer kleinen Tour teilnehmen und verschiedene Höhlen entdecken. Ich habe es nicht gemacht, aber einige kennengelernt und sie waren begeistert :)


In Quetzaltenango, auch Xela genannt, habe ich im Kasa Kiwi Hostel & Travel geschlafen. Eine Stadt, die sich deutlich weniger touristisch anfühlt – dafür authentischer.
Ich bin mit dem Chicken Bus angereist und genau auf dieser Fahrt wurde mir mein Handy geklaut. Aus meiner Bauchtasche. Ich habe nichts gemerkt. Willkommen in Guatemala...
Trotzdem wollte ich mir die Erfahrung nicht nehmen lassen und hier begann eines meiner intensivsten Erlebnisse und der Grund, weshalb ich in diesen Ort gefahren bin:
Eine 2,5 tägige Wanderung (46 km) zum Lake Atitlán 🥾
Gebucht habe ich die Tour bei Quetzaltrekkers und wir sind in einer kleinen Gruppe 46 km in 2,5 Tagen bis zum Lake Atitlán gewandert. Es war wunderschön – aber für mich auch extrem anstrengend. Zwischendurch habe ich mich gefragt, weshalb ich mir das ganze antue haha. Viele Höhenmeter, viel Sonne, hin und wieder auch Regen, Natur pur und eine sehr intensive Erfahrung.
Geschlafen haben wir auf einfachen Matten, alle zusammen in einem Raum. Und am ersten Abend gab es eine echte „Local-Dusche“.
In dem Dorf hatte fast niemand eine private Dusche. Stattdessen gibt es eine öffentliche Dusche, die jeder gegen eine kleine Gebühr nutzen kann. Drinnen war es überraschend warm. Es gab zwei große Behälter – einen mit heißem Wasser, einen mit kaltem – und einen leeren Eimer. Man mischt sich seine Wunschtemperatur zusammen und schöpft sich das Wasser mit einer Kelle über den Körper.
Anfangs ungewohnt – aber es funktioniert erstaunlich gut. Und genau solche Momente machen eine Guatemala Rundreise so besonders.
Wer wandern nicht mag (und ich kann verstehen 🤫), der kann Xela skippen und gleich zum Lake Atitlan fahren.
3. Quetzaltenango (Xela)






Die "Dusche"
Schlafplatz
Blick auf den Acatenango am letzten Morgen der Wanderung!
Es hat sich gelohnt!
4. Lake Atitlán – San Juan


In San Juan am Lake Atitlán habe ich mir mit einer Freundin, die ich in Mexiko kennengelernt habe, im Chirris Hostel ein privates Zimmer gegönnt – nach der Wanderung absolut verdient würde ich sagen.
San Juan ist unglaublich süß. Viel Streetart, bunte Häuser, kleine Cafés – genau so stellt man sich Guatemala vor. Klar, touristisch ist es auch – aber auf eine schöne Art.
Außerdem habe ich hier eine Woche lang eine Sprachschule besucht und bei einer Gastfamilie gelebt. Die Lake Atitlán Spanish School kann ich auf jeden Fall sehr empfehlen.
Man kann entweder zu zweit Unterricht nehmen (gleiche Sprachkenntnisse sind hier allerdings empfehlenswert) oder auch privaten Unterricht.
Leider hatte ich ab dem zweiten Tag Magen-Darm und konnte nicht mehr am privaten Unterricht teilnehmen. Trotzdem war die Erfahrung mit der Gastfamilie unglaublich wertvoll – und ich würde es jederzeit wieder machen.
Sprachschule in Guatemala


Ebenfalls am Lake Atitlán liegt San Marcos. Ich habe im AHAU Hostel geschlafen.
San Marcos ist etwas spiritueller, ruhiger, alternativer. Viele Yogaplätze, viel Natur, direkt am See. Ein schöner Ort, um durchzuatmen und einfach mal nichts zu tun.
Wobei ich sagen muss, dass ich nicht weiß, wie authentisch San Marcos wirklich ist. Es ist sehr touristisch (wie fast überall am Lake Atitlan) - trotzdem schön, aber das sollte einem vorher bewusst sein.
5. Lake Atitlán – San Marcos


Streetart rund um den Lake Atitlán in Guatemala





6. Antigua
Ein Boot und drei verschiedene Busse später bin ich in Antigua angekommen. Und diesmal war der Fahrstil im Chicken Bus tatsächlich erstaunlich entspannt 😄
Übernachtet habe ich im Flore Boutique Hostel – ein richtig schönes Hostel, das ich sehr empfehlen kann. Etwas teurer, aber es lohnt sich auf jeden Fall :)
Warum jeder Backpacker in Guatemala nach Antigua fährt? Ganz klar!
Um den Acatenango zu besteigen! 🌋
Ich habe die Tour auf den Acatenango Vulkan über CA Travelers gebucht und war sehr zufrieden. Preis-Leistung stimmt auf jeden Fall und ich hab mich gut aufgehoben gefühlt. Es wurde an alles gedacht, der Tourguides war gut vorbereitet und die Tour an sich war wirklich toll.
So nah an einem aktiven Vulkan zu stehen und die Eruptionen des benachbarten Fuego zu hören und zu spüren – das war Gänsehaut pur. Du weißt, dass jederzeit Lava sichtbar werden kann. Ironischerweise waren wir gefühlt die einzige Gruppe, die kein Lava-Spektakel gesehen hat 😅
Am nächsten Morgen sollte es eigentlich noch höher zum Sonnenaufgang gehen – aber es war unfassbar windig und nebelig. Zu gefährlich. Also sind wir im Camp geblieben.
Trotzdem: Ein Erlebnis, das ich nie vergessen werde und jedem, der nach Guatemala reist empfehlen kann!








Acatenango Vulkan besteigen

Absolutes Highlight in Guatemala
Eine Tour auf den Acatenango Vulkan
Zum Abschluss war ich noch in Guatemala City, weil ich von dort aus weiter in die USA geflogen bin. Hier habe ich im Central 10 Boutique Hostel übernachtet.
Hier gilt: Wirklich auf die Gegend achten. Touristen sollten besonders die Zonen 3, 5, 6, 7, 8, 12, 17, 18, 19, 21 und 25 meiden, da diese als sehr gefährlich gelten.
Als relativ sicher gelten hingegen die Zonen 4, 9, 10 (Zona Viva), 13, 14 und 15.
Nach einer so langen Zeit abseits von einer Großstadt, war ich in Guatemala tatsächlich etwas überfordert mit all der Zivilisation, den Menschen und der Lautstärke. Darauf muss man sich einstellen, wenn man wochenlang durch Guatemala reist und evtl wie ich vorab in Belize war.
Die Stadt ist laut, groß und nicht unbedingt ein klassisches Reiseziel – aber eben als Ankunfts- oder Abreisepunkt relevant.
7. Guatemala City


Fazit - Guatemala
Wenn ich ehrlich bin: Diese Route durch Guatemala war nicht nur eine Reise, sondern definitiv ein Abenteuer! Es gab Tage, da war ich einfach nur überwältigt – von den Landschaften, der Kultur, den Farben, den Menschen. Und es gab Tage, da war ich komplett durch: Magen-Darm, lange Fahrten, wenig Schlaf, und dann auch noch der Handy-Diebstahl aus der Bauchtasche, den ich nicht mal gemerkt habe. Guatemala ist definitiv kein Land, in dem immer alles „easy“ läuft – und genau deshalb bleibt es so stark im Kopf.
Trotzdem (oder vielleicht genau deswegen) würde ich diese Guatemala Rundreise fast genauso wieder machen. Flores und Tikal waren für mich der perfekte Einstieg – so ein Ort, der dir direkt zeigt, wie magisch Guatemala sein kann. Semuc Champey war ein absolutes Natur-Highlight, auch wenn die Anreise wirklich heftig ist. Xela und die mehrtägige Wanderung waren körperlich unfassbar anstrengend für mich, aber eine dieser Erfahrungen, auf die man im Nachhinein richtig stolz ist. Und der Lake Atitlán… der hat einfach dieses spezielle Gefühl, dass man länger bleiben will, als man eigentlich geplant hatte. Antigua war dann der krönende Abschluss – vor allem wegen der Acatenango-Tour. Das war pure Gänsehaut.
Wenn du Guatemala planst, würde ich dir nur raten: Geh nicht mit der Erwartung rein, dass alles reibungslos und bequem wird. Geh mit Offenheit rein. Mit Respekt. Und mit einem wachen Blick für deine Umgebung. Dann ist Guatemala ein Land, das dich belohnt – nicht nur mit Sehenswürdigkeiten, sondern mit Momenten, die sich echt anfühlen. Und ganz ehrlich: Genau dafür reisen wir doch, oder?
Wenn du jetzt selbst gerade an deiner Route bastelst und dich fragst, wie das Ganze mit Budget, Transport, SIM-Karte, Sicherheit, Geld abheben, Essen & Co. aussieht, dann schau unbedingt auch in meinen ausführlichen Guide rein:
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